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Es sind einige interessierte und fleißige Helfer dem Ruf zu einer weiteren Hofaktion am Demeterhof Walz in Amberg gefolgt. Ein bunt gemischtes Trüppchen wuselt am Hof umher und strömt nach einer kurzen Abstimmung auf die Rinderweide. Die Rinder sehen sich unterdessen mit einer verschlossenen Stalltür konfrontiert, die auch nach intensiven Protest-Muhs nicht klein beigibt.


Schnell finden sich schlagkräftige Teams, die dem 4 – 5 km Zaun zu Leibe rücken – mit Sense, Draht, Schubkarren und allerlei Nützlichem. Das obere Elektroband sowie der untere leitende Aluminiumdraht haben schon bessere Tage gesehen und werden kurzerhand ausgetauscht.

Ein Grüppchen zieht Richtung Heuballen, die von Andreas Walz aufgetürmt werden. Die Helfer klettern auf den großen Rundballen herum und ziehen eine riesige Plane über das Heu, um es vor Nässe zu schützen. Das macht nicht nur den Kleinen Spaß.. 

Parallel wird der neu angeschaffte Grill zusammengebaut und die Grünfläche für den Zaun der neuen Hofbewohner wird bewohnbar gemacht.
Leckere Hollerblütenküchle werden zur Stärkung von Michaelas Familie gezaubert und man lässt es sich gemeinsam gut gehen.

Gegen Abend nähern sich alle Tätigkeiten ihrem Ende und die Kühe protestieren nun lautstark gegen die immer noch geschlossene Stalltür – warum auch drin rumstehen, wenn es draußen so herrlich ist.

Und tatsächlich: die Tore öffnen sich und die Rinder drängen ins Sonnenlicht ihrer frisch geflickten Weide. Es ist schön mit anzusehen, wie sich die Tiere freuen..

Einträchtig ziehen wir zum Hof zurück und machen uns an die Vorbereitung zum 1. gemeinsamen SoLawi BBQ am Walzhof. Allerlei Gemüse wird geputzt und geschnitten, sodass sich ein ansehnliches Buffet im Hof bildet. Leckere Rindfleischpatties vom eigenen Rindfleisch werden in der Küche gepresst und Getreidebratlinge werden gebrutzelt. Das Expertenteam um den zunächst unwilligen Grill kümmert sich um die richtige Hitze, um die Burgerpatties und Brötchen zu grillen. Die Hofneulinge ziehen mit Michaela und Andreas los, um bei einer Hofführung alles Wichtige über den Demeterhof zu erfahren. Sie kommen nicht weit. Gerade mal im Kuhstall eingetroffen eilen sie nach dem ersten kräftigen Donner zurück, um alles ins Trockene zu tragen. Eine Hofaktion am Walzhof ohne Regen – das wäre ja schließlich mal ganz was Neues. ;-)
Da der Regen nicht aufhören möchte, wandeln wir unser Sonnenwendfeuer kurzerhand in ein Candlelight Dinner im Stall um und sitzen gemütlich im Kerzenschein beieinander.

Unser hofeigener SoLawi Fotograf und Kameramann Alois zeigt uns zum Abschluss einen Film über die Weideöffnung nach dem Winter und der Abend klingt mit einigen Infos über den Hof aus.

 

Vielen Dank an alle für einen wunderschönen Tag

& bis zum nächsten Mal!

Liebe Leserinnen und Leser,

frisch von einem Wiesenworkshop gekommen trichter ich euch ein, warum Heufütterung so besonders ist. In Wiesen kommen sehr viele Kräuter vor, die als Heilpflanzen in der Fütterung (und nicht nur da!) bekannt sind. Manche sind aber im grünen Zustand giftig und werden getrocknet im Heu erst wertvoll. Auf der Weide werden diese "giftigen" Kräuter nicht gefressen, sondern erst dann, wenn diese verblüht sind oder wenn die Muh diese braucht. In sehr vielen alten Büchern steht, dass Wiesen und Weiden abwechslungsreich sein müssen. Denn dann können sie das fressen, was sie eben benötigen. Auch wir haben unter anderem Brennesselansammlungen in der Weide. Und die brennen durch T-Shirts durch, wenn ich da rein muß. Aber ab und zu stehen genau da Muhs drin und fressen genüsslich daran. Für irgendwas wird das gut sein. Vielleicht empfinden manche die Brennessel als angenehm. So wie unsere Obstbaumkuh den Strom mag. Oft liegt ihr Nacken am Stromband an und sie frißt dabei ganz genüsslich. Und wenn ich das Strommeßgerät anschließe zeigt das volle Leistung an. Über diese spezielle Kuh haben wir letztes Jahr auch schon geschrieben. Jetzt wieder zur "Schulung": Wenn das Gras mit dem Ladewagen grün gefüttert wird, können die Rinder das auch selektieren, wie sie es wollen. Aber bei Silo geht das nicht. Deshalb füttern wir auch zu 90% im Winter Heu. Und kein Getreide. Das ist aber bekannt. Ich glaube, wir sind einer von wenigen Biobauern, die im Sommer komplett auf Gras setzen. Bislang gibt es ausreichend Gras. Wir haben auch nicht zu viel Regen bekommen. Im Mai waren es gerade mal 68 ltr pro m². Das ist nicht viel. Und hätte es da die letzten Wochen nicht zu regnen angefangen, ich meine, wir wären dann schon in der Wüste bzw. kurz davor. Aber momentan paßt´s! Vielleicht bekommen wir die nächsten 2 Wochen mal schönstes Heuwetter, damit wir anfangen können, die Wintervorräte zu füllen. Und was neu für mich war: Der Vitamin-D-Gehalt. In frischem Gras ist der Gehalt laut Tabelle pro 100g Trockensubstanz 0,6. In unter Dach getrocknetem Heu liegt er nur noch bei 0,26. Auf der Wiese getrocknetes Heu bei voller Sonneneinstrahlung liegt der Gehalt bei sage und schreibe 2,4!!! Da könnt ihr euch auf volle Vitamin-D-Power im Winter freuen!! Aber esst bitte unseren Rindern nicht das leckere Heu weg ;)

 

Hallo liebe Hofgemeinschaft,

für alle, die nicht bei unserem ersten Arbeitseinsatz bei Familie Walz dabei sein konnten, hier ein kleiner Bericht:

Mit festem Schuhwerk, Regenjacke und Scheren bewaffnet sind wir zu 4. mit Andreas durch die Felder gezogen und haben das Getreide abgeschnitten, was dort gerade nicht wachsen soll. Nicht einmal das schlechte Wetter konnte uns davon abhalten. Aus dieser Ausbeute haben wir euch einen kleinen Gruß vom Acker gebastelt, der euch zusammen mit eurem Ernteanteil in den Depots erwartet.

Durchnässt waren wir schnell – aber auch motiviert. Drum ging es mit den Kartoffelkäfern und deren Larven weiter, die sich über die Kartoffelpflanzen hermachten. Bewaffnet mit Eimern und Federballschlägern zogen wir durch die Ackerfurchen.

Auf nassen Füßen und mit matschigen Hosen ging es zum Hof zurück – umziehen war angesagt. Vorher machten wir jedoch noch einen kurzen Abstecher zu den Hühnern. Aktuell wuseln im Stall auch einige gelbe Flauschebällchen herum, die von uns ausgiebig bestaunt wurden.

Dann wurde es Zeit für ein gemeinsames Vesper mit vielen leckeren Dingen, bei dem wir uns stärkten.

Ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage, dass uns dieser Tag viel Spaß gemacht hat. :-)

Weitere Aktionen sind auf jeden Fall angedacht.


Solidarische Grüße
Eure Sandra